Samstag, 8. März 2014

schmaler Grat

Leben
- ein schmaler Grat
in all dem weiten atemraubenden Angeboten um uns herum.
- ein schmaler Grat
in all den Versuchungen, denen wir ausgesetzt sind.

Wie können wir diesen Weg gehen?

Indem wir einfach Schritt für Schritt vorwärts gehen;
sachte, behutsam, achtsam, mitfühlend.

Uns nicht aus dem Tritt bringen lassen;
hinterfragend, hinterfühlend.

Darauf vertrauend,
dass wir nicht alleine sind.

Wissend,
dass jeder von uns den selben Weg geht,
auch wenn er anders auszusehen vermag!
Dass jeder Einzelne von uns
zum großen Lernen hier unterwegs ist,
zum Wohle aller!

Auch wenn es Menschen gibt,
die so anders handeln,
als würden sie in eine völlig andere Richtung gehen.
Die Richtung mag zwar eine andere sein,
aber das Ziel ist für uns alle gleich:
Wir sind hier,
um zu lernen, zu wachsen,
uns zu entfalten,
uns zu erinnern,
was das Ziel ist,
wer wir sind,
wohin wir gehen wollen.

Jeder Einzelne von uns
steht jeweils nur an einer anderen Stelle.

Es gibt Menschen,
die nicht daran glauben;
die sich dessen nicht bewusst sind;
und auch sie tragen ihren Teil dazu bei!

Wenn wir uns ausrichten,
das große Eine, Gott, Erwachen ...
an erste Stelle stellen,
kann nichts schief laufen!

Wenn wir uns ausrichten,
der höheren Ordnung hingeben;
akzeptieren,
dass wir niemals so wichtig sind,
wie es einige von sich glauben,
ordnet sich alles von selbst.

Aber diese Ausrichtung
verlangt alles von uns!
Es ist ein 24h-Job,
sachte, behutsam, achtsam, mitfühlend,
hinterfragend, hinterfühlend
zu sein.

Es bedeutet
jeden Moment
präsent zu sein,
das Herz offen zu haben,
hinzuschauen und ehrlich zu sein!

Ehrlich zu sein
vor allem zu uns selbst!

Das ist Leben!

Ein schmaler Grat
in all dem weiten atemraubenden Angeboten um uns herum;
ein schmaler Grat
in all den Versuchungen, denen wir ausgesetzt sind;
ein schmaler Grat,
zu erkennen,
wo ist meine Verantwortung:
Wo fängt sie an, wo hört sie auf?

Es gibt viele Dinge,
um die sich viele Menschen kümmern,
die aber nicht in deren Verantwortung liegen;
Und es gibt viele Dinge,
um die sich Menschen nicht kümmern,
die in deren Verantwortung liegen sollten!

Die natürliche Ordnung
wieder herstellen!
Zu unterscheiden,
was in meiner Verantwortung liegt und was nicht,
und das jeden Augenblick,
jede Sekunde, ein ganzes Leben lang,
das bedeutet
konsequent zu sein,
und die Konsequenzen zu tragen!

Es ist nicht immer leicht;
es ist ein schmaler Weg,
der viel verlangt!

Ein schmaler Weg,
der dir jedoch alle Türen öffnet,
der aufregend, lebendig und spannend ist.

Ein Weg,
der dich ins "Himmelreich auf Erden" führt!

Dafür lohnt es sich doch,
den Weg zu gehen,
oder etwa
nicht?


(schmaler Grat - kathrin galm - 08.03.2014)



Mittwoch, 26. Juni 2013




Hexenzeit - allzeit bereit;
Was für eine Zeit!
Oh du Deutschland.

Wut brodelt
unter der schöngeredeten Fassade;
"alles Gut, nichts für Ungut"
was sind das für Worte?
Still nimmst du alles in dich auf,
meinst deine Schuld zu sühnen
durch deine offene Tore.

Tausend Menschen ströhmen zu dir;
tausend Religionen läßt du gewähren.
Toleranz ist Großgeschrieben -
zu groß nach meinem Geschmack!
Hilfe bietest du jedem an,
spielst Retter in der Not;
tust, als ob du jedem Land helfen könntest.

Doch sieh dich an,
wende den Blick nicht in die Ferne,
sieh in dich!
Warum reichst du jedem die Hand?
Was hast du zu verbergen?
Deine eigenen Kinder verhungern in den Straßen,
während du alles verstreust was du besitzt.

Gefühl kennen die wenigsten;
wer weiß schon, was das bedeutet?
Verlernt haben sie es,
deine Kinder,
und du ließest sie in dem Glauben,
dass es Gefühle nicht geben würde.

Verletzt sind die alten Traditionen;
holst dir lieber den Osten und Westen ins Land!
Gemartert die alten Weisen aus deiner Heimat,
versenktest sie in der Tiefe
oder hast sie verbrannt.

Du bist nichts schuldig,
weder Ost noch West;
nur dir selbst:
Deinen Ahnen und deinen Kindern.
Nimm sie zurück in deinen Schoß;
und lass den Vulkan explodieren,
wenn es sein muss.

Der Turm steht noch immer hoch,
oder reicht tief in die Erde.
Zu Tode gehungert ohne Brot;
In Dunkelheit auf hartem Stein
zum Tode verbannt.

Das Kind weint in deinen Armen,
Die Wunde ist kalt wie Eis;
Regen, Regen
ergießt sich aus dem Himmel;
Gefühle eben.
Lass sie kommen,
lade sie ein;
nimm deine Kinder zurück zu Dir...

und lass uns wieder mit den Pferden spielen!

























(hexenzeit - kathrin galm - 26.06.2012)




Mittwoch, 19. Juni 2013


Oh du mein Herz,
bist weit ohne Grenzen;
Liebe fließt durch dich in strömen,
fließt weit und viel
in alle Richtungen,
in alles und jeden!

Ich fühle dich frei ohne Begrenzung.

Wer kann das empfangen?

Ich

und ich werde es weitergeben...

auf immer & ewig!

(mein herz - kathrin galm - 26.02.2013)
Freiheit

Wirklich frei zu sein heißt,
das Feuer in sich entfacht zu haben;
zu leben voller Intensität,
sich mit voller Hingabe dem Moment zu schenken,
absolut du selbst zu sein!


(Freiheit - kathrin galm - 11.06.2013)

Dienstag, 18. Juni 2013

Verweilend

Der Baum steht still in dunkler Nacht,
kein Lüftchen regt sich,
kein Blatt bewegt sich;
er hat sich Gedanken gemacht,
über sich und die Welt;
hat seinen Platz gefühlt
und dann gelacht...

Heute wiegt er sich sanft im Wind
und spielt selbst mit Blättern
wie ein Kind!


(Verweilend - kathrin galm - 13.01.2013)
 


Walnussbaum; Sonnenhof Neuching




Freitag, 14. Juni 2013


AFRICA

Mein Herz bricht,
wenn ich sehe,
wie du den Mädchen
ihre Weiblichkeit nimmst.

Blut fließt nicht nur aus ihren Körpern
auf die heißen Steine der Wüste,
über denen die Geier schon kreisen
und nur darauf warten,
sich auf die abgetrennten Fleischreste zu stürzen.

Blut fließt auch aus meinem Herzen,
aus meiner Seele,
um wieder zu verbinden,
was getrennt wurde und noch immer getrennt wird;
über Generationen hinweg...
gelebt und weitergetragen
von den Großmüttern und Großvätern
an ihre Kinder und Kindeskinder.

Oh Africa,
nein du bist mir nicht fremd.
Aber
solange mir "entfremdetes" in deinem Land geschieht,
leide ich mit deinen Kindern und teile ihren Schmerz.

Laß gewohntes Leben wieder einkehren;
und nicht starre, alte Traditionen die Herrschaft über dich gewinnen.

Laß deine Ahnen Frieden finden,
und linder den Schmerz deiner Kinder.

Oh Africa,
lass wieder fruchtbares Wasser
über die heißen Steine der Wüste fließen,
an denen die Geier zusammen mit anderen Tieren
ihren Durst stillen können.

Laß Kinder Kinder sein dürfen,
und Mädchen und Jungen gleichermaßen geliebt sein.
Nimm Müttern und Vätern
die Last der Schuld
und laß sie Frieden finden.

Africa,
erschaffe dich neu,
pelle dich aus alten Häuten
und heile deine alten Wunden;
dann werde auch ich
wieder ein Stück heiler sein.


(AFRICA - kathrin galm - 14.06.2013)




FREI


Geliebter,
ich habe dich losgelassen;
gerade die letzten Tage.
Bilder zersprangen in meinem Kopf,
Bilder von mir,
von dir,
von uns.
Neu hat sich Alles formiert.

Freude kam auf,
aber auch Angst.

Die Welt wird immer einfacher
und klarer.
Noch nie habe ich dich so gesehen
wie heute;
noch nie habe ich mich so gesehen
oder uns.

Ich sehe dich immer klarer -
vielleicht sehe ich dich heute zum ersten Mal?
und nie warst du mir näher;
nie war irgend jemand mir näher
als du es jetzt bist.

Kann ich dich deswegen so einfach loslassen?
Oder bist du mir so nah, weil ich dich losließ?

Wer weiß das schon;
es spielt auch keine Rolle...

Ich trage dich in mir,
Nie zuvor habe ich dich so nah heran gelassen.
Wo wird das wohl hinführen?

Ich weiß es nicht;
und es spielt auch keine Rolle...

Nichts kann im Außen geschehen,
was mich dir fern fühlen ließe.

Geliebter,
ich lasse dich los,
immer weiter,
bis kein einziges Bild mehr zwischen uns steht;
von mir,
von dir,
von uns.

Ich lasse dich los,
bis nichts mehr zwischen uns ist;
bis wir uns nur noch nackt und frei
gegenüberstehen;
bis wir uns ohne Masken
durch die Augen des Anderen
selber sehen;
und uns im Gegenüber
in den Tiefen unserer Seelen
selbst begegnen.

Geliebter,
ich lasse dich los,
weil ich dir nur so begegnen möchte,
und selbst nur so begegnet werden will.


(FREI - kathrin galm - 12.06.2013)